De Beers verlegt als Weltmarktführer im Diamantenhandel einen großen Anteil seiner Geschäftstätigkeit in die Hauptstadt von Botswana. Die Armenviertel von Gaborone, der größten Stadt des Landes profitieren durch den Edelsteinhandel, denn die Regierung ist daran finanziell beteiligt.

In den Armenvierteln werden die Straßen nun nachts beleuchtet und es wird in neue Häuser in diesen Gebieten investiert. Dies ist endlich einmal ein positives Beispiel für eine nachhaltige Förderung durch ein großes Unternehmen in einem Entwicklungsland. Diamanten kaufen ist also inzwischen eine gute Tat.

Rohstoffboom beleuchtet die Straßen von Gaborone

Breitere Straßen, die nicht nur glatt und sauber geteert sind und eine zuverlässige Beleuchtung, das sind die ersten Anzeichen für den Rohstoffboom in Botswana. Zusätzlich werden die Bewohner der Armenviertel angestellt, um diese verbesserten Straßen auch so sauber zu erhalten. Es werden Arbeiter angestellt, die das Gras an den Straßenrändern am Stadtrand mähen und die Straße sauber halten.

Die Häuser, besonders in den Armengebieten bekamen bereits zu 65 Prozent einen neuen hübschen Anstrich und werden nach und nach weiter an das verschönte Stadtbild angepasst. Die Grundstücke verfügen nun alle über einen Wasseranschluss.
 
Botswana fördert die meisten Edelsteine aller produzierenden Länder und zeigt, wie man verantwortungsvoll mit diesen Naturschätzen umgehen kann, denn auch die Gelder für die Beschäftigten, die für dieses gepflegte Stadtbild sorgen, kommen aus dem Edelsteinhandel.

Mit gutem Gewissen Diamanten kaufen ist durch die positiven Auswirkungen auf Botswana endlich möglich geworden. Es werden zusätzlich Lebensmittel, wie Brot oder Spaghetti an die bedürftigen Familien ausgegeben. Was kaum ein anderes Land geschafft hat, nämlich die eigene Bevölkerung vom Rohstoffreichtum tatsächlich profitieren zu lassen, ist in Botswana sehr beispielhaft gelungen.

Von London nach Gaborone

De Beers wurde bereits im Jahre 1888 gegründet und bislang hat der weltweit größte Diamantenhändler seine Edelsteine in London gesichtet und verkauft. Neben Edelsteinminen in Kanada, Südafrika und Namibia besitzt De Beers ebenfalls Minen in Botswana. Von den fast 28 Millionen Karat wurden gut 20 Millionen in Botswana gefördert und geschliffen. Im Jahre 2012 umfasste der Umsatz des Unternehmens 6,1 Milliarden Dollar.

Einen großen Anteil seiner Geschäftstätigkeit verlegte De Beers nun nach Botswana.
Neben der Qualitätsprüfung wurden der Schliff und die Verdichtung von Europa nach Gaborone verlegt.

Noch im Jahr 2013 soll ebenfalls die komplette Verkaufsabteilung ihren Sitz in Botswana einnehmen. Nun kann man wieder reinen Gewissens Diamanten kaufen, denn mit diesen Umsätzen werden die Einwohner von Botswana wirklich nachhaltig gefördert. Dabei hat dieses kleine Land lediglich so viele Bewohner wie die Hansestadt Hamburg.

Botswana hat gemeinsam mit De Beers das Unternehmen Debswana gegründet, an welchem dem afrikanischen Staat die Hälfte gehört. So erzielt Botswana die Hälfte seiner staatlichen Einnahmen aus dem Edelsteinhandel. Mit diesen Einnahmen wurde die Zahl der Armen in Botswana von 2002 bis 2010 auf 21 Prozent gesenkt. Dies ist eine Reduzierung um zehn Prozent in einem überraschend kurzen Zeitraum.

Die Regierung hat zahlreiche Maßnahmen angestoßen, um diese Zahl in absehbarer Zeit noch deutlich zu reduzieren. So sollen Gemeindezentren gebaut werden und Sportplätze, um die Jugend auch weiterhin noch besser zu fördern.