Als Laie ist es unmöglich, für einen Fachmann ein Kinderspiel - das Erkennen der Diamantfarbe. Wenn für das ungeübte Auge ein Diamant in farblosem Glanz erstrahlt, können mehr als elf Farbklassen verifiziert werden. Diese Klassen werden vom Gemological Institute of America verwendet und teilen sich folgendermaßen auf:

- D beschreibt ein hochfeines, reines Weiß+ (River)

- E beschreibt ein hochfeines Weiß (River)

- F beschreibt ein feines Weiß+ (Top Wesselton)

- G beschreibt ein feines Weiß (Top Wesselton)

- H beschreibt ein Weiß (Wesselton)

- I beschreibt ein ganz leicht getöntes Weiß+ (Top Crystal)

- J beschreibt ein leicht getöntes Weiß (Top Crystal)

- K beschreibt ein getöntes Weiß+ (Crystal)

- L beschreibt ein getöntes Weiß (Crystal)

- M und N beschreibt "Getönt 1" (Top Cape)

- O beschreibt "Getönt 2" (Cape)

Bei sehr genauer Betrachtung kann die Diamantfarbe als Verfärbung erkannt werden. In 90 % aller Überprüfungen konnte die Diamantfarbe mit solch einer Verfärbung unterschieden werden. Oftmals sind es gelbliche Schattierungen, die je nach Grad mit dem bloßen Auge zu sehen sind.

Reine weiße Diamanten sind sehr selten. Sie verfügen über eine enorme Luftdurchlässigkeit und geben damit eine besondere Reflexion ab. Sie eignen sich gerade für die Entstehung eines Brillanten. Dieser entsteht durch einen besonderen Schliff beim Diamanten.

Der Hauptbestandteil eines Diamanten ist kristallisierter Kohlenstoff. Entsteht ein Diamant, ist jedoch nicht nur dieser Kohlenstoff vorhanden, sondern auch andere Elemente, die ausschlaggebend für die Diamantfarbe sind. Stickstoff beispielsweise oder auch Bor kann eingeschlossen werden. So kann durch den Einfluss der Erdstrahlung, welche radioaktiv ist, so ziemlich jede Diamantfarbe auf natürliche Art und Weise entstehen.

Aufgrund der Seltenheit von Diamanten ist auch die Diamantfarbe ausschlaggebend für die Wertermittlung. Es gilt daher eine Faustregel, die besagt, je weißer ein Diamant ist, desto teurer ist er auch. Sind mehr Farbpigmente vorhanden, je mehr verliert er an Wert. Es ist jedoch zu bedenken, dass sich dies nur auf Verfärbungen bezieht.

Eine sehr intensive Diamantfarbe, wie Grün oder Blau, ist noch seltener als ein rein weißer und daher auch entsprechend wertvoll.

Diese sogenannten Fancy Colors werden oft bei den synthetischen Diamanten eingebunden. Sie dienen als besondere Schmuckstücke und liegen preislich wesentlich unter den echten Fancy Diamonds.