„Geologen finden Hinweise auf Diamanten“, titelte der Focus bereits 2013 und verwies damit auf Geoforscher, die auch in den eisigen Weiten der Antarktis Lagerstätten vermuten, womit der Streit um eine mögliche Ausbeutung der Bodenschätze in den Kältekammern unserer Erde noch einmal neu entfacht wurde.

Viele Faktoren spielen eine Rolle

Es sind ja nicht nur die tatsächlichen, bereits identifizierten Ressourcen, die über einen realen Abbau der Edelsteine entscheiden, vielmehr muss deren Förderung auch möglich und politisch gewollt sein. Will meinen: Die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen müssen stimmen!

Diamanten-Reserven sind damit, genau genommen, nur eine theoretische Größe, eine Zahl, die jene Edelsteinmenge benennt, die bei den gegenwärtigen Bergbaumethoden und technischen Möglichkeiten sowie unter optimalen (politischen) Rahmenbedingungen produziert werden könnte.

Wer hat die Nase vorn?

Riesige Vorkommen vermuten die Geologen derzeit in Schwarzafrika, vor allem im Kongo, aber auch in Botswana. Ebenso „glänzt“ Australien mit seinen Lagerstätten, während China in Sachen Diamantenvorkommen eine eher untergeordnete Rolle einnimmt.

Im Gegensatz zu den eigenen Vorkommen, ist dann aber gerade die Nachfrage nach Edelsteinen im Reich der Mitte groß. Tatsächlich geht die Welt  davon aus, dass die weltweite Nachfrage in diesem Jahr noch einmal um 4,5 Prozent wachsen wird, da auch in den USA Edelsteine zunehmend begehrt werden!

Absatzschwierigkeiten und eine Flaute brauchen Minen- und Diamantenbörsen also kaum zu befürchten. Zumal das Handelsblatt davon ausgeht, dass sich die Nachfrage bis 2020 sogar verdoppeln könnte.

Umweltschützer fürchten daher, dass die Jagd nach Diamanten und deren Abbau womöglich bald sogar die Polarregionen bedrohen könnte. Tatsächlich scheinen vor allem die Anrainerstaaten wie Russland, aber auch die USA und Kanada an den hier vermuteten Diamanten- sowie Öl- und Gasvorkommen deutlich interessiert zu sein.

Die wichtigsten Förderländer für Diamanten und ihre Reserven

Bei dieser Statistik werden die wichtigsten Förderländer für den Diamantenabbau sowie deren Reserven an Diamanten dargestellt. Der Zeitraum, auf den sich diese Statistik in den Diamantenreserven bezieht, geht vom Jahr 2010 bis zum Jahr 2012. Dargestellt wird die Reservenmenge an Diamanten jeweils in Millionen Karat, so dass Schwankungen im Kurs vom Diamantenhandel keine Auswirkungen auf das Ergebnis haben.
 
Neben den wichtigsten Ländern für die Förderung der Diamanten werden auch die sonstigen Länder dargestellt, so dass sich auch eine Aussage auf die weltweiten Diamantenreserven geben lässt, welche laut Schätzungen im Jahr 2012 rund 600 Millionen Karat betragen haben.