Ein Diamant besteht aus reinem Kohlenstoff. Er ist durch die hohe Hitze und den vorherrschenden Druck in der Natur und der Erdoberfläche durch Kristallisierung entstanden.

Ein Diamant ist das härteste Material, was es auf der Erde zu finden gibt. Durch seine enorme Härte wird er auch gern in der Industrie als Bohrer oder Schleifer eingesetzt. Die Schleifhärte liegt bis zu 140 Mal über anderen Edelsteinen wie dem Saphir oder dem Rubin. Die Härte liegt gegenüber einem Bergkristall sogar über 1170 Mal drüber.

So werden Diamanten geschliffen

Das Diamantenschleifen scheint daher ein unmögliches Unterfangen zu sein, und dennoch gibt es Schliffe, die sogar einen Brillanten aus ihm machen. Beim Polieren eines Diamanten wird die Oberfläche weicher. Es bildet sich eine Schicht zwischen den Splittern der Schleifscheibe und dem Stein.

Durch das Polieren wird erreicht, dass die Kohlenstoffatome eine geringere Verbundenheit miteinander haben. Diese so entstandene Schicht kann mechanisch mit einer entsprechenden Scheibe oder auch chemisch durch die Einwirkung von Luftsauerstoff entsprechend abgetragen werden.

Ebenfalls sehr effektiv um Diamanten schleifen zu können ist der Einsatz von anderen Diamanten. Die Härtegrade sind sehr unterschiedlich und richten sich nach der Kristallrichtung. Diamantenpulver ist ein beliebter Einsatz, um Diamanten schleifen zu können. Aufgrund der statischen Isotropie kann das Schleifen erfolgen. Das Diamantenschleifen ist in fünf wichtige Schritte unterteilt, die notwendig sind, um aus einem Rohdiamanten einen geschliffenen zu erhalten.

Der Kreuzerschliff

Jeder Diamant wird zunächst in zwei Teile gespalten. Auf nicht spaltbaren Kristallisationsebenen erfolgt das Zersägen des Diamanten. Der Außenrand des Diamanten wird durch Reiben in die gewünschte Form gebracht. Der Kreuzerschliff ist notwendig, um dem Stein die entsprechenden Facetten zu geben. So entsteht die Gestaltung an sich und gleichzeitig das Design. Der letzte Arbeitsschritt beim Diamanten schleifen ist das Polieren. Durch das Polieren werden die kleinen Splitter entfernt und der Diamant ist fertig zur Weiterverarbeitung in Schmuck beispielsweise.

Aufgrund der Proportionen und abhängig vom angewandten Schliff ist die Brillanz des Diamanten hervorzuheben. Verantwortlich für die Brillanz ist das Verhältnis vom Durchmesser zu seiner Höhe. Ebenfalls wichtig ist die gewählte Größe der Tafel, die sich auf dem Oberteil des Diamanten befindet. So wird der Lichteffekt generiert und er funkelt mal mehr und mal weniger. Diamanten schleifen ist ein Kunsthandwerk und von Hand so gut wie kaum durchführbar.