Die Kurse steigen und fallen und es wird immer schwieriger, die richtige Anlageform zu finden. Viele Anleger investieren daher immer öfter in Rohstoffe und kaufen Diamanten, Gold oder Silber.

Die als wertbeständig geltenden Anlagen hält sich nun schon seit einigen Jahren erfolgreich auf dem Anlagemarkt. Auch die Schmuckbranche hat das erkannt und verkauft nicht mehr nur Edelsteine als Diamant-Echtschmuck, sondern auch als Anlagestücke.


Selbst Zentralbanken haben inzwischen Diamanten - neben Edelmetallen und anderen Edelsteinen - in ihr Portfolio aufgenommen. Es steht also zu erwarten, dass auch in Zukunft das Diamanten kaufen und verkaufen als Anlageform Bestand haben wird.

Diamantminen als Lieferant

Diamantminen gelten als sichere Einnahmequelle. Vor allem in Südafrika gibt es zahlreiche Diamantminen, die zwar als die größten Diamant-Minen der Welt gelten, aber nicht die höchste Produktion haben. Das ist Russland. Russland produziert inzwischen wesentlich mehr, als Südafrika - trotz kleinerer Minen.

Auch Kanada möchte bis 2016 ins Diamant-Geschäft einsteigen. In der Provinz Northwest Territories soll 2016 die vierte Diamanten-Mine eröffnen und mit 4,5 Millionen Karat Produktionsleistung/pro Jahr den Diamant-Markt beliefern. Laut einer offiziellen Statistik wurden allein im Jahr 2014 zirka 157 Millionen Karat auf der ganzen Welt gefördert.

Es wird eine Steigerung der Produktion - bis auf 180 Millionen Karat - bis 2018 erwartet. Bisher leisten die zehn größten Diamantminen die Deckung der Weltproduktion. So schnell wird sich das auch nicht ändern. Nur kleinere Betriebe werden in den nächsten Jahren entstehen, die im Normalfall nicht die stetige Abnahme der weltweiten Diamantenproduktion abfangen können.

Die zehn größten Diamantminen

Auf Platz 1 der weltgrößten Diamantminen liegt JUBILEE in Sakha, Russland. Die von der staatlichen Gesellschaft Aikhal Mininng, Tochter der Diamantgesellschaft Alrosa, betriebene Mine produziert pro Jahr zirka 10,4 Millionen Karat und besitzt mit 153 Millionen Karat gleichzeitig die größten, abbaubaren Reserven.

  • Platz 2 belegt Udachny, ebenfalls in Sakha, Russland, und von Alrosa betrieben. Die derzeit tiefste Mine, die als Tagebau betriebenwird, besitztrund 152 Millionen Karat an abbaubaren Reserven und produziert jährlich etwa 10 Millionen Karat.

  • Auch die drittgrößte Mine Mir wird in Russland von Alrosa betrieben. Momentan produziert die Mine zwar nur 1 Million Karat, besitzt aber Reserven von 141 Millionen Karat. Mit einer Tiefe von 525 m ist die Mine Mir Russlands tiefste Mine.

  • Mit der Argyle Mine belegt endlich eine Mine außerhalb Russlands den 4. Platz. Die in Kimberly, Westaustralien, gelegene Diamantmine besitzt Reserven von 140 Millionen Karat und hält den Weltredkord in der Jahresproduktion von Diamanten.

  • Afrikas erste platzierte Mine liegt auf Platz 5. Catoca in Saurimo, Angola, wird von einem Eigentümerkonglomerat betrieben und fördert pro Jahr zirka 6,7 Millionen Karat. Mit dieser Fördermenge an Diamanten leistet diese Diamantenmine knapp 70 % der gesamten Diamantförderung Angolas.

  • Ebenfalls in Afrika liegt Venetia, die sechsplatzierte Diamante-Mine. Die in Limpopo, Südafrika, gelegene Mine besitzt Reserven von 103 Millionen Karat und produziert jährlich 3,06 Millionen Karat. Diese Mine ist die größte Mine in Südafrika.

Die nächsten Plätze wechseln sich mit Minen in Russland und Afrika ab. Mit 98 Millionen Karat liegt Grib in Russland auf Platz 7, dichtgefolgt von Jwaneng in Botswana mit 88,3 Millionen Karat. Auf den letzten beiden Plätzen befinden sich Orapa in Botswana mit 85,7 Millionen Karat und Botuobinskaya in Russland mit 70 Millionen Karat an Reserven.
Angesichts dieser Reserven, wird das Kaufen und Verkaufen von Diamanten auch in den nächsten Jahren einen großen Teil der Anlagemöglichkeiten ausmachen.