Bereits Marilyn Monroe wusste, dass Diamanten die besten Freunde einer jeden Frau sind. Ein Treueschwur und Liebesversprechen seitens des Mannes, das bis heute beim zarten Geschlecht äußert begehrt ist. 

Darüber vergessen dann viele, dass Diamanten auch in der Industrie sehr nützlich und damit weit mehr als „nur“ schön sind.

Tatsächlich scheinen Diamanten heute begehrt wie selten zuvor. Denn Edelsteine könnten auch, ganz pragmatisch, als Investment in Betracht kommen. Nur einer der Gründe, warum der Markt an Einkarätern zeitweise regelrecht leer gefegt schien.

Vielseitige Diamanten

Diamanten können damit vieles sein: Schmuck und Kapitalanlage, aber auch ein Bau- und Industriestoff, der in Unternehmen und Forschung sehr gefragt ist.

Ja, auch in Forscherkreisen habe der Diamant einen ganz besonderen Status und Stellenwert, erklärt die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung. Hier geht es dann, ganz profan, rein um die physikalischen Eigenschaften von Diamanten, während Glanz und Symbolkraft außen vor bleiben: 

„Seine extreme Härte, seine unerreichte Wärmeleitfähigkeit und seine breitbandige optische Transparenz, die sich vom Ultravioletten bis in den Bereich der Terahertzstrahlen erstreckt, machen ihn für viele Anwendungen zum idealen Werkstoff“, kommen dann freilich auch die Wissenschaftler ins Schwärmen.

Diamanten können auch ganz praktisch genutzt werden!

Tatsächlich ist, wie die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung in einer Pressemitteilung erklärt, der Markt für künstliche Diamanten mittlerweile beträchtlich. „Denn die schneiden Stahl wie Papier oder graben sich auf Bohrköpfen durch die Erde“, sieht man hier eine Härte und Haltbarkeit, die von unschätzbarem Wert ist.

Zudem können nach Auskunft der Forscher Diamanten auch bei Operationen eingesetzt werden oder aber, als bio-elektrochemische Sensoren, zum Beispiel DNA nachweisen!

Auch der Spiegel befasste sich daher bereits mit den künstlichen Diamanten. Wie auch mit den gigantischen Maschinen, die sie herstellen. Dazu müsse, so die Spiegel-Autoren, im Labor eine „Hölle auf Erden“ fabriziert werden, denn nur die schafft jene Druckbedingungen, in denen echte Diamanten Hunderte von Kilometern tief unter der Erdoberfläche reifen.

Die Welt glaubt sogar, dass künstliche Diamanten eines Tages echte Edelsteine ablösen und damit die Juweliere unter Druck setzen könnten. Tatsächlich würden manche Hersteller nun sogar aus künstlichen Steinen edlen Schmuck herstellen, weiß Nina Trentmann und geht davon aus, dass die Goldschmiede zunehmend allarmiert sind.

Die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung betrachtet die Zukunft der künstlichen Brillanten dagegen ganz nüchtern und aus dem Standpunkt von Wissenschaft und Forschung. Ein weiterer Einsatzbereich von Diamanten liegt, den Forschern zu Folge, zum Beispiel im Bereich elektrochemischer Sensoren, mit deren Hilfe in Zukunft die Qualität von Wasser über längere Zeiträume kontrolliert werden kann.

Diamanten sind also weit mehr als nur schön und ein Schmuckstück an zarten Frauenfingern oder im Dekolleté!