Die Reinheit für einen Diamanten wird in Fachkreisen Clarity genannt. Der Reinheitsgrad für Diamanten macht sich anhand der vorhandenen körperfremden Stoffe bemerkbar. Hierbei handelt es sich um sogenannte Einschlüsse, wie beispielsweise Kohlenstoff, weißes Eis oder auch Risse. Diese sind im Inneren eines Diamanten zu finden.

So wird der Reinheitsgrad eines Diamanten bestimmt

Äußerlich kann der Reinheitsgrad für Diamanten beispielsweise anhand von Kratzern festgelegt werden. Um den exakten Reinheitsgrad für Diamanten bestimmen zu können, bedarf es des entsprechendem Fachwissen und standardmäßig einer Lupe, die eine zehnfache Vergrößerung gewährleistet.

Reinheitsskala

Zudem ist für die Festlegung des Reinheitsgrads für Diamanten eine einheitliche, international gültige Skala vorhanden. Ein absolut lupenreiner Diamant ist dann gegeben, wenn sich keinerlei Einschlüsse in ihm befinden, keine Kratzer und er mit einer kompletten Durchsichtigkeit überzeugt. Einen solchen Reinheitsgrad für Diamanten nennt man Flawless (FL) oder Internally Flawless (IF).

Befinden sich winzig kleine Einschlüsse in dem Diamanten, die sogar mit der Vergrößerung der Lupe kaum auszumachen sind, spricht man von Very (VVS 1) oder Very Small Inclusions (VVS 2).

Hier gibt es bereits zwei Abstufungen, je nach Erkennbarkeit und Sichtbarkeit. Der Reinheitsgrad für Diamanten mit der Bezeichnung Very Small Inclusions (VS 1, VS 2) ist nochmals in zwei Abstufungen zu finden. Es befinden sich minimale Einschlüsse in dem Stein, die schwer zu erkennen sind.

Weitere Einheiten für den Reinheitsgrad für Diamanten sind die Small Inclusions (SI 1, SI 2), welche es ebenfalls in zwei Abstufungen gibt. Die Einschlüsse sind mit der entsprechenden Lupe sofort zu erkennen, mit bloßem Auge jedoch schwer.

Was bedeutet Piqué?

Piqué (P1) besagt beim Reinheitsgrad für Diamanten, dass bereits mittlere Einschlüsse ohne Schwierigkeiten mit der Lupe zu erkennen sind. Mit dem bloßen Auge jedoch nicht. Selbst geübte Juweliere werden diese ohne entsprechende Vergrößerung kaum ausmachen können.

Piqué II (P2) als Reinheitsgrad für Diamanten besagt, dass sehr viele, teilweise große Einschlüsse vorhanden sind. Diese sind bereits mit dem bloßen Auge sehr leicht zu erkennen. Zudem ist die Brillanz vom Diamanten enorm eingeschränkt.

Selbst ein Laie würde im Vergleich zu einem FL einen Unterschied bemerken. Schlussendlich gibt es noch den Reinheitsgrad für Diamanten mit der Bezeichnung Piqué III (P3). Dieser ist die minderwertigste Einstufung. Es sind durch die bloße Betrachtung sehr viele und große Einschlüsse zu erkennen und auch hier ist ein erheblicher Verlust der Brillanz zu verzeichnen.