Hohe Kosten und Gewinnspannen im Geschäft mit den edlen Steinen!

Bereits vor einigen Jahren berichtete Spiegel Online unter dem Schlagwort „Edelsteine in der Einsamkeit“ über jene, die die Suche nach den Schätzen unter Tage zu ihrem Lebensinhalt und einer Passion gemacht haben.

Auch in Reisemagazinen ist die Siedlung Coober Pedy im tiefsten Outback des Fünften Kontinentes immer wieder thematisiert worden. Ein Ort, der skurrile Gestalten hervorgebracht hat und manchmal gar – zugegeben ziemlich unbescheiden – Opal- Hauptstadt der Welt genannt wird.

Goldgräberstimmung in Down Under

Die Spiegel-Autoren glauben dagegen, dass jene Touristen, die hier unterwegs sind, aufpassen müssen, damit sie nicht, unversehens, selbst und unfreiwillig in eine der zahllosen ungesicherten Minen stolpern.

Tatsächlich ist die lockere Art und Weise, wie die Edelsteinsuche hier gehandhabt wird, andernorts und für professionelle Bergbauunternehmen nahezu undenkbar. So macht, in gewerblich geführten Bergbau- und Diamantminen, allein die Entfernung überlagernder Felsen einen Kostenanteil von nahezu 20 Prozent aus. Dazu kommen Energie- sowie Transportkosten, die jeweils etwa bei 10 Prozent der durchschnittlichen Betriebskosten rangieren.

Wann und wo findet sich der sagenhaft schöne Stein?

Die Edelsteinsuche ist damit ein knallhartes Geschäft mit hohen Explorationskosten sowie Ausgaben für die laufenden Minen, das freilich stets von der Jagd nach dem Traumfund bestimmt ist.

Dennoch kann man, speziell mit Riesensteinen und besonderen Farben, hohe Gewinne erzielen. Auch die Welt widmete sich daher schon den Edelsteinen und titelte mit Klunkern, die ihre Besitzer womöglich steinreich machen. Ja, gerade Raritäten könnten im Wert mächtig zulegen, „man muss allerdings viel Geduld mitbringen!“

Welt-Autorin Emma Lagies sieht dabei gerade den Markt für farbige Edelsteine als gewinnträchtiges Geschäftsfeld, denn in der Tat sind es nicht allein Größe und Reinheit, die den Wert eines Diamanten ausmachen.

Auch seltene Farben, wie rosa oder pink, können traumhafte Preise erzielen, da grade solche Farbnuancen bei den Sammlern hochbegehrt sind. Der Focus sprach daher schon einmal von einem wahren Kauf- und Bieterrausch und sieht hier, bei den rosa Diamanten, vor allem die Rio Tinto Group „dick im Geschäft“. Denn aus deren australischen Argyle-Mine würden fast alle rosafarbenen Diamanten der Welt stammen. Da lassen sich dann auch die Betriebskosten wohl leicht verschmerzen!?

Kostenfaktoren zum Betrieb einer Diamantenmine

Bei dieser Statistik werden anteilig verschiedene Kostenfaktoren aufgezeigt, welche als Betriebskosten bei einer Diamantenmine entstehen. Die einzelnen Kostenfaktoren werden hier prozentual zueinander dargestellt und beziehen sich auf das Jahr 2010.

Gut erkennbar ist, dass der größte Anteil der Betriebskosten durch die Entfernung überlagernder Felsen sowie indirekte Kosten entstehen, während die Energiekosten lediglich zehn Prozent der gesamten Betriebskosten ausmachen. Das Wissen um die Betriebskosten einer Diamantenmine ist für den Diamantenhandel besonders relevant, da diese sich beim Diamantenverkauf im Preis widerspiegeln.

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